Warum jährliche Netzhautkontrollen bei Diabetikern so wichtig sind
Diabetes mellitus, auch als Zuckerkrankheit bekannt, kann die Gesundheit Ihrer Augen langfristig beeinträchtigen – insbesondere durch Netzhauterkrankungen wie diabetische Retinopathie und diabetisches Makulaödem. Diese beiden Augenerkrankungen sind die dritthäufigste Ursache für Erblindung in Deutschland und betreffen vor allem Menschen mit langfristig erhöhtem Blutzuckerspiegel.
Die gute Nachricht: Regelmäßige Netzhautkontrollen bei Diabetikern können helfen, diese Erkrankungen frühzeitig zu diagnostizieren und so Schäden am Netzhautgewebe zu verhindern. In diesem Artikel erfahren Sie, warum jährlich durchgeführte Netzhautuntersuchungen für Diabetespatienten so entscheidend sind, um schwerwiegende Beeinträchtigungen des Sehvermögens zu vermeiden.
Was ist diabetische Retinopathie?
Die diabetische Retinopathie ist eine Schädigung der Blutgefäße im Netzhautbereich des Auges, die durch einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel entsteht. Im Verlauf der Erkrankung können die feinen Netzhautgefäße undicht werden, was zu Blutungen, Flüssigkeitsaustritt und Schwellungen im Gewebe führt. Diese Veränderungen beeinträchtigen die Funktion der Sinneszellen der Retina und können ohne rechtzeitige Behandlung zu Sehminderungen, Glaskörperblutungen oder – in fortgeschrittenen Stadien – zu einer Netzhautablösung mit erheblichem Sehverlust führen.
Diabetisches Makulaödem – Eine häufige Folge der diabetischen Retinopathie
Das diabetische Makulaödem beschreibt die Schwellung des zentralen Netzhautbereichs, der Makula, der für das scharfe Sehen verantwortlich ist. Durch die Flüssigkeitsansammlung in diesem wichtigen Bereich der Retina kann es zu verschwommenem und verzerrtem Sehen kommen. Das Makulaödem entsteht meist infolge undichter Blutgefäße bei der diabetischen Retinopathie und ist eine bedeutende Ursache für Sehbeeinträchtigungen bei Diabetespatienten.
Warum sind jährliche Netzhautuntersuchungen für Diabetiker unerlässlich?
Die diabetische Retinopathie entwickelt sich oft ohne Beschwerden und bleibt in frühen Stadien symptomlos. Daher sind regelmäßige Netzhautkontrollen bei Menschen mit Typ 1 Diabetes und Typ 2 Diabetes unverzichtbar. Die Untersuchungen ermöglichen eine frühzeitige Diagnose und Überwachung von Veränderungen im Augenhintergrund.
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Frühzeitige Erkennung: Moderne Untersuchungsverfahren wie die optische Kohärenztomografie (OCT) und die Fluoreszenzangiographie machen selbst kleinste Veränderungen der Netzhaut sichtbar und ermöglichen es, Durchblutungsstörungen oder Gewebeschäden frühzeitig festzustellen.
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Gezielte Behandlung: Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht den Einsatz von Therapien wie Laserbehandlungen, Injektionen von VEGF-Hemmern oder anderen Verfahren, um das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen und die Gesundheit der Netzhautgefäße zu erhalten.
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Vermeidung von Komplikationen: Ohne regelmäßige Kontrolle kann die diabetische Retinopathie zu schwerwiegenden Schäden wie Netzhautablösung, Glaskörperblutungen und letztlich zu Erblindung führen. Die Überwachung durch den Augenarzt ist daher von großer Bedeutung.
Warum sollten Sie REALEYES für Ihre Augenuntersuchung wählen?
Symptome, auf die Diabetiker achten sollten
Obwohl in frühen Stadien oft keine Beschwerden auftreten, sollten Diabetespatienten auf folgende Anzeichen achten, die auf eine Verschlechterung der Netzhautgesundheit hinweisen können:
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Verschwommenes oder schwankende Sehschärfe, insbesondere bei wechselnden Blutzuckerwerten
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Verzerrtes Sehen, verbogene Linien oder Schwierigkeiten beim Lesen
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Schwierigkeiten beim Erkennen von Details, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen
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Dunkle Flecken, Schatten oder „Rußregen“ im Sichtfeld
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Plötzliches Sehen von Lichtblitzen oder Lichtpunkten
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Ein dunkler Schatten oder ein „Vorhang“, der sich von einer Seite ins Sichtfeld schiebt
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In seltenen Fällen ein Druckgefühl oder Schmerzen im Auge
Bei neu auftretenden, zunehmenden oder plötzlich einsetzenden Sehstörungen sollte umgehend eine augenärztliche Untersuchung erfolgen – auch dann, wenn die letzte Vorsorgekontrolle noch nicht lange zurückliegt.
Wie läuft eine Netzhautuntersuchung bei Diabetikern ab?
In der Augenarztpraxis REALEYES führen wir umfassende Netzhautuntersuchungen durch, die speziell auf die Bedürfnisse von Diabetespatienten abgestimmt sind. Die Untersuchung beinhaltet:
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Untersuchung des Augenhintergrunds (Funduskopie): Zur Beurteilung der Netzhaut und ihrer Blutgefäße werden die Pupillen mithilfe von Augentropfen erweitert. So kann der Augenarzt Veränderungen an der Netzhaut, dem Sehnerv und dem Glaskörper zuverlässig erkennen.
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Optische Kohärenztomographie (OCT): Dieses Verfahren erlaubt eine hochpräzise Vermessung der Netzhautschichten und erkennt Schwellungen oder Veränderungen im Gewebe.
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Fluoreszenzangiographie: Hierbei wird ein Farbstoff in den Blutkreislauf injiziert, um undichte oder veränderte Blutgefäße der Retina sichtbar zu machen.
Was passiert, wenn Veränderungen festgestellt werden?
Bei Diagnose einer diabetischen Retinopathie oder eines Makulaödems stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:
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Laserbehandlungen: Durch gezielte Laserimpulse werden bestimmte Netzhautareale behandelt, um das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen. Ziel ist es, das krankhafte Wachstum neuer, instabiler Blutgefäße zu reduzieren und das Risiko von Blutungen oder Netzhautablösungen zu senken.
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Injektionen: Medikamente, wie VEGF-Hemmer, werden direkt in den Glaskörper injiziert, um das Wachstum neuer, schädlicher Gefäße zu hemmen und Schwellungen zu reduzieren.
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Vitrektomie: In schweren Fällen, etwa bei starken Blutungen oder Narbenbildung im Glaskörper, kann eine operative Entfernung des Glaskörpers notwendig sein.
Warum REALEYES der vertrauensvolle Partner für Ihre Netzhautuntersuchung ist
Unsere erfahrenen Augenärzte bei REALEYES verfügen über langjährige Expertise in der Diagnose und Behandlung von diabetischen Augenerkrankungen. Wir setzen modernste Diagnosetechnologien ein und bieten eine individuelle Therapieplanung sowie regelmäßige Überwachung des Krankheitsverlaufs.
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Frühzeitige Diagnostik mit hochmodernen Geräten
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Individuelle Therapieplanung für Diabetespatienten
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Regelmäßige Nachsorge zur Kontrolle der Netzhautgesundheit
Fazit – Schützen Sie Ihre Sehkraft mit regelmäßigen Netzhautkontrollen
Diabetische Retinopathie und das diabetische Makulaödem sind häufige und ernstzunehmende Augenerkrankungen bei Menschen mit Diabetes mellitus. Sie sind die dritthäufigste Ursache für Erblindung in Deutschland. Jährliche Netzhautkontrollen sind essenziell, um frühzeitig Veränderungen im Netzhautgewebe zu erkennen und Sehverlust zu verhindern.
Vereinbaren Sie noch heute einen Termin bei REALEYES, um Ihre Augen und Ihre Sehfähigkeit bestmöglich zu schützen. Durch regelmäßige Untersuchungen und eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Augenarzt können Sie langfristig die Gesundheit Ihrer Netzhaut erhalten.
Die häufigsten Fragen und Antworten zu jährlichen Netzhautkontrollen bei Diabetikern:
Wie oft sollten Netzhautkontrollen bei Diabetikern durchgeführt werden?
Bei Menschen mit Diabetes wird in der Regel eine jährliche Netzhautuntersuchung empfohlen, um frühzeitig Veränderungen zu erkennen und Augenschäden vorzubeugen. Je nach individuellem Risiko oder festgestellten Veränderungen kann der Augenarzt auch häufigere Kontrollen ansetzen.
Welche Symptome deuten auf eine diabetische Retinopathie hin?
Typische Anzeichen sind verschwommenes oder verzerrtes Sehen, das Wahrnehmen von Lichtblitzen oder dunklen Flecken im Sichtfeld, Schwierigkeiten beim Erkennen von Details und „Rußregen“ im Auge. Da frühe Stadien oft symptomlos verlaufen, sind regelmäßige Untersuchungen besonders wichtig.
Wie schützt eine Laserbehandlung die Netzhaut bei Diabetes?
Die Laserbehandlung bremst das Fortschreiten der diabetischen Netzhauterkrankung, indem sie das krankhafte Wachstum instabiler Blutgefäße reduziert. So kann das Risiko von Blutungen, Netzhautschäden und dauerhaftem Sehverlust deutlich gesenkt werden.
Was sind VEGF-Hemmer und wie helfen sie bei diabetischen Augenerkrankungen?
VEGF-Hemmer sind Medikamente, die das Wachstum neuer, schädlicher Blutgefäße hemmen. Sie werden direkt in den Glaskörper injiziert und helfen, Schwellungen zu reduzieren und die Netzhaut vor weiteren Schäden zu schützen.
Warum ist die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Augenarzt wichtig?
Ein erfahrener Augenarzt kann bereits durch eine sorgfältige Untersuchung des Augenhintergrunds bei erweiterter Pupille frühe Veränderungen der Netzhaut erkennen. Bei auffälligen Befunden kommen gezielt weiterführende Untersuchungen wie die optische Kohärenztomografie (OCT) oder die Fluoreszenzangiographie zum Einsatz, um das Ausmaß der Erkrankung genau zu beurteilen und eine passende Behandlung zu planen. So lässt sich das Sehvermögen langfristig bestmöglich schützen.
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